Geleakte Geheimdokumente: EU pfiff bei Zulassung der mRNA-Impfstoffe auf alle Warnungen

Die französische Tageszeitung Le Monde hat in einer investigativen Recherche aufgedeckt, welch enormem Druck die europäische Arzneimittelagentur EMA bei der Zulassung des Pfizer-Biontech-Impfstoffes ausgesetzt war. Von einem auch nur halbwegs normalen und an der Gesundheit der Bürger orientierten Verfahren war man meilenweit entfernt.

Die vertraulichen EMA-Dokumente, die der Behörde am 9. Dezember vergangenen Jahres gestohlen wurden, tauchten bald darauf im Darknet wieder auf. Die renommierte französische Tageszeitung Le Monde konnte sich einige der brisanten Dokumente sichern, es handelt sich um insgesamt 20 Texte rund um das Zulassungsverfahren des PfizerBiontech-mRNA-Impfstoffs. Außerdem fiel den Hackern die E-Mail-Korrespondenz diverser Beamten der Behörde, die zwischen dem 10. und 25. November 2020 geführt wurde, in die Hände.

Gehackte Mails sind authentisch

Anfangs behauptete die EMA, diese Mails wären angeblich von den Hackern manipuliert worden. Am Ende aber räumte die Behörde gegenüber der Le Monde ein, dass „die durchgesickerten E-Mails die Probleme und Diskussionen widerspiegeln, die stattgefunden haben.“ Le Monde betont, dass die Mails ordnungsgemäß datiert und mit sichtbaren Empfängeradressen ausgestattet sind.

Die Korrespondenz enthüllt, welch enormem Druck die Beamten im Zulassungsverfahren ausgesetzt waren. Im Grunde genommen ging es nur darum, möglichst schnell einen Impfstoff zuzulassen – koste es, was es wolle. In einem Schreiben vom 12. November berichtete ein EMA-Beamter beispielsweise über eine Diskussion mit der zypriotischen EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides.

„Angespannte, manchmal etwas unangenehme Atmosphäre“

Diese betonte, sich dazu verpflichtet zu haben, „dafür zu sorgen, dass alle Mitgliedstaaten den Impfstoff gleichzeitig erhalten“. Sie dürfe aufgrund eines zu langen EMA-Verfahrens nicht dazu „gezwungen“ werden, auf nationale Zulassungen zurückzugreifen.

Am 19. November verwies ein hochrangiger EMA-Beamter auf eine Telefonkonferenz mit der Europäischen Kommission, die angeblich in einer „eher angespannten, manchmal sogar etwas unangenehmen Atmosphäre“ stattfand. Am nächsten Tag äußerte derselbe Beamte im Austausch mit der dänischen Arzneimittelbehörde, er sei überrascht, dass Ursula von der Leyen, die Präsidentin der Europäischen Kommission, „die beiden Impfstoffe, die vor Ende des Jahres zugelassen werden könnten, eindeutig identifiziert habe“, dabei handelte es sich um die beiden mRNA-Imfstoffe von Pfizer-Biontech und Moderna. Bei beiden, so der Mann, „gibt es immer noch Probleme “.

Große Unterschiede zwischen kommerziellen und klinischen Studien

Diese „Probleme“ betrafen insbesondere drei Themenkreise. So waren einige Produktionsstätten noch nicht inspiziert worden, es fehlten noch Daten zu einigen Impfstoffen; am besorgniserregendsten war aber wohl, dass die verfügbaren Daten qualitative Unterschiede zwischen den kommerziellen und den klinischen Studien zeigten.

Der Knackpunkt lag darin, dass die Hersteller, um von einer klinischen zu einer kommerziellen Phase überzugehen, ihre Produktionsprozesse ändern und in neue Produktionslinien und neue Fabriken investieren mussten. Dadurch veränderte sich aber auch das in den mRNA-Impfstoffen verwendete mRNA-Spike-Protein und wies eine im Sinne des Impfschutzes stark verringerte Wirksamkeit auf. Dies zog die Frage nach sich, ob diese Veränderung des industriell produzierten Vakzins nicht nur die Wirksamkeit der Impfung, sondern auch deren Sicherheit beeinflussen kann, wozu es wohl unterschiedliche Auffassungen gab.

Trotz schwerwiegender fachlicher und medizinischer Bedenken wurde der Pfizer-Biontech-Imfstoff am 21. Dezember vergangenen Jahres zugelassen. Die Geschwindigkeit – das ist durch die Leaks nun endgültig klar geworden –war der wichtigste Faktor in diesem Prozess, nicht aber die Sicherheit und Gesundheit der europäischen Bürger…..

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